Havarie – Binnenschiff auf Mittellandkanal gesunken / Bergung (Update)

Am 31. April 2012 ist der vordere Teil eines Schubverbandes über Nacht gesunken. Das laut HAZ.de mit 1270 Tonnen Sand beladene Frachtschiff sank auf viereinhalb Meter Tiefe, während es an einem Liegeplatz vertäut war.

Aktuell treten immer noch Öl und Luftblasen aus dem Frack aus. Eine Ölsperre verhindert die Verschmutzung der Umwelt.

04. April 2012:

Es wurden vier weitere Bojen ausgesetzt, die den Bereich um das havarierte Schiff absichern. Dadurch steht an dieser Stelle des Kanals nur noch weniger als die Hälfte der ursprünglichen Durchfahrtsbreite zur Verfügung.

Schwimmbagger Rethem in Aktion
Schwimmbagger Rethem in Aktion

Gegen 8 Uhr morgens traf der Schwimmbagger Rethem des WSA Braunschweigs am Unfallort ein, welcher am Vortag in Sehnde losgefahren ist und einen Zwischenhalt beim WSA Außenbezirk Lohnde eingelegt hat. Ungefähr zur selben Zeit machte das Schubschiff „Fabico 3“ mit einem leeren Schubleichter eine 180°-Drehung, so dass der Bug parallel zum havarierten Schiff liegt. Ebenfalls zur selben Zeit kam ein weiteres, etwas kleineres Schiff, die Alfa, aus Richtung Minden an. Gegen 10 Uhr stellte sich dieses Schiff parallel zur Rethem und wurde mit Sand beladen.

Die eigentliche Bergung des gesunkenen Schubleichters wird nicht vor Ostern geschehen. Man will versuchen, die Spundwände des gesunken Leichters unter Wasser zu verlängern und die Verbindung abzudichten. Anschließend könnte das Wasser aus dem Laderaum abgepumpt werden.

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