Heimkino – Umzug / Teppich (Teil 8)

In diesem Artikel-Teil wird nicht nur das Podest vergrößert sondern auch mit Teppich verkleidet. Außerdem bekommt das Heimkino neue Lautsprecher-Halter für die Sourround-Lautsprecher und größere Front-Lautsprecher.

Umzug des Heimkinos (Mai 2009) – 29.09.2010

Im Mai 2009 musste das Heimkino umziehen. Zum Glück befand sich das Kino bis dahin nur in einem halbfertigen Zustand. Trotzdem tat es etwas weh… Dennoch hat der neue Raum deutlich Vorteile: Er ist länger, breiter und vor allem höher (2,40 m Deckenhöhe).

Doppelte Decke für ModelleisenbahnVor dem Umzug stand jedoch schon fest, dass das Heimkino aus Platzgründen nicht der alleinige Nutzer des Raumes sein darf. Es mussten noch ein paar Schränke sowie eine mindestens 4 m² große Modelleisenbahn Platz finden. Die größten Schränke konnten in eine Nische gerückt werden (L-förmiger Raum), für die sperrige Modellbahn gab es keine bessere Alternative als die Decke. Also baute ich mir mit diversen Umlenkrollen und einer Bootswinde einen Seilzug-Lift. Das war teilweise ein heikle Angelegenheit: Zum Glück bemerkte ich noch rechtzeitig, dass sich die Dübel an der zentralen Aufhängung schon etwas bewegt haben, so dass ich diese noch rechtzeitig durch stärkere ersetzen konnte. Um die Eisenbahn geschickt zu verstecken, baute ich aus Holzlatten eine Umrahmung als Zwischendecke mit einem sanften Übergang zu normalen Deckenhöhe. Diese Konstruktion soll später noch mit schwarzen Bühnenmolton verkleidet werden.

Verbreiterung des PodestesDann war das Podest an der Reihe, welches sich glücklicherweise modulartig zerlegen ließ. Dennoch musste es um ca. 20 cm verbreitert werden, da es ansonsten frei im Raum gestanden hätte. Dazu habe ich ein weiteres tragendes Element seitlich am Podest verschraubt.

Stabilere Lautsprecher-HalterDie Akustik-Absorber wurden zumindest im hinteren Bereich wie gewohnt angebracht, teilweise fanden sie auch in der Zwischendecke Platz. Für die seitlichen Surround-Lautsprecher habe ich mir jedoch einen neuen stabilen Halter ausgedacht. Der Unterbau dafür ist auf den Bildern zu erkennen (Die Position der Lautsprecher auf den Bildern ist inzwischen nicht mehr das Optimum, dazu weiter unten mehr).

Anschließend erfolgte die Montage der Beamer-Deckenhalterung und der Leinwand. Diese hatte ich für den alten Raum bereits gekürzt. Wegen der größeren Deckenhöhe im neuen Raum ist sie allerdings wieder zu klein geworden. Eine ausgediente Camping-Stütze diente kurzerhand als Verlängerung. Die Leinwand wurde mit größeren Abstand zur Wand montiert, weil sich hinter dieser noch Schränke befanden.

Umrüstung auf High Definition und Blu-Ray (Februar 2010) – 29.09.2010

Der alte Beamer schien immer schwächer zu werden, sodass die ehemals 800 ANSI-Lumen bei einem Kontrast von 400:1 nicht mehr für eine 2m breite Leinwand ausreichten. Außerdem erreichte der bisherige Beamer noch nicht mal DVD-Auflösung. Wegen des Regenbogen-Effekts bei den relativ günstigen FullHD-DLP-Beamern, entschied ich mich für eine günstige LCD-Kompromiss-Lösung, die ich bis heute nicht bereue: Ein gebrauchter Infocus ScreenPlay 5000 (720p-Auflösung) mit einer defekten Lampe und eine passende Ersatzlampe für jeweils 150€. Dazu gabs noch in der Nähe im Einzelhandel einen Blu-ray-Player (Auslaufmodell + 2 Blu-ray’s) für 99€. Zwar musste der Strahlengang des Beamers gründlich gereinigt werden, aber die Arbeit war es wert. Der Unterschied ist einfach phänomenal!

Auch die Hushbox musste umgebaut werden, weil sich die beiden Beamer in der Luftführung unterschieden. Zusätzlich wurde ein zweiter 120 mm Lüfter verbaut, sodass beide gedrosselt betrieben werden können. Montiert wurden die Lüfter übrigens mit einer Filzunterlage und zwei Gummibändern, um störende Resonanzen zu unterdrücken.

Größere Leinwand (Mai 2010) – 29.09.2010

Neuer Beamer in umgebauter HushboxAufgrund des neuen Beamers mit 1100 Ansi-Lumen und einen Konstast von 1200:1 bot sich eine größere Leinwand an. Große Leinwände können ganz schön teuer werden und so wollte ich ausprobieren, ob man nicht auf die Rückseite von Papier projizieren kann. Das Ergebnis ist eine Leinwandbreite von 300 cm (344 cm Bilddiagonale) … Jetzt kommt erst richtiges Kino-Feeling auf! Laut projektoren-datenbank.com liegt die Helligkeit übrigens bei 20 Foot-Lamberts, THX schreibt für Kinos 16fL vor (komplett abgedunkelter Raum). Da noch kein dunkler Teppich, etc. verlegt ist, kommt einem die Helligkeit dennoch fast „grenzwertig“ vor. Mittlerweile hat die Leinwand etwas Wellen geworfen, das wird aber noch gerichtet. Für die Leinwand musste die Beamer-Halterung natürlich wieder etwas verkürzt werden (siehe Bild).

Höhere Position für Surround-Lautsprecher (August 2010) – 29.09.2010

Sorround-Lautsprecher hoch montiertMit dem Surround-Klang war ich nie 100%ig zufrieden. Der Pegelunterschied ist auf den äußeren im Vergleich zu den mittleren Sitzplätzen zwischen links und rechts einfach zu groß. Es heißt doch immer, dass man Surround-Lautsprecher möglichst etwas über Ohrhöhe leicht hinter einem anbringen soll. Aber warum hängen die Boxen im Kino dann deutlich höher? Ich habe mehrere Höhen verglichen und war sehr überrascht! Nun hängen die Boxen knapp unter Decke, direkt auf „Kopf-Achse“. Die Pegelunterschiede sind subjektiv nur noch gering. Es ist erstmals möglich, auf einen z.B. linken Platz den rechten Lautsprecher deutlich herauszuhören. Aus diesem Grund habe ich die hinteren Back-Surround-Lautsprecher auch etwas angehoben, die vorderen wurden probehalber ebenfalls höher und in einem besseren Winkel montiert.

Ergebnis des Umbaus: Ein sehr homogener Raumklang auf allen Sitzplätzen. Die einzelnen Kanäle lassen sich schwerer orten, es wirkt wesentlich realer und raumfüllender.

Teppich verlegt und Podest verkleidet – 29.09.2010

Podest mit Teppich und StufenbeleuchtungVor zwei Wochen entschieden wir uns spontan einen Teppich für das Heimkino zu kaufen. Mit dem „Kaufen“ war es schnell getan, aber das Verlegen aufgrund des Podestes hat viel Zeit in Anspruch genommen. Schwarz lackierte Kanthölzer decken die Schnittkanten des Teppichs ab. So kommen die beleuchteten Trittleisten erst richtig zur Geltung.

Inzwischen wirkt das Heimkino richtig wohnlich. Auch die Bildqualität ist bemerkenswert gestiegen. Das Licht, welches vom Beamer auf die Leinwand trifft, wird nämlich von dieser reflektiert und verteilt sich überall im Raum, wo es ebenfalls zur Reflexion kommt. Ein Teil des Lichtes gelangt also in sehr diffuser Form wieder auf die Leinwand, weshalb der Kontrast erheblich gemindert werden kann. Der schwarze Teppich schluckt einen großen Teil dieses Lichtes, sodass das Bild wieder kräftig leuchtend wirkt. Bisher hätte man bei hellen Szenen noch Zeitung lesen können, jetzt ist dies nicht mehr möglich. Weiße Flächen wirkten bisher einfach nur weiß, jetzt ist es blendend-weiß (wörtlich gemeint).

Das fertige Heimkino

Provisorische Leinwand aus Papier

Screenshot des 20th Century Fox TrailersScreenshot des 20th Century Fox Trailers

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