Heimkino – Stufenbeleuchtung / Elektrik (Teil 4)

Eine Stufenbeleuchtung ist das Non-Plus-Ultra für ein Podest. Hier zeige ich Euch wie man eine Stufenbeleuchtung aus einem Alu-Profil und ein paar LED’s selber baut. Das Ganze sieht nicht nur gut aus, sondern kostet auch nicht viel.

Treppenstufenbeleuchtung fertig montiert – 31.07.2007 22:30

Bau der StufenbeleuchtungHeute kamen die vor ein paar Tagen bestellten rundstrahlenden, warmweißen LEDs und die passenden LED-Fassungen.

Also habe ich schnell die Messingstufenkante, die in Wirklichkeit aus Alu ist, zugesägt und Markierungen im Abstand von 8 cm aufgezeichnet. Zum Übertragen des richtigen Winkels diente mir ein kurzes Stück Holz. Anschließend habe ich an der Standbohrmaschine mit zwei Schraubschwingen ein weiteres Stück Holz als Führungsschiene montiert, damit die Bohrungen alle exakt in einer Linie verlaufen. Nach dem Bohren habe ich schließlich die Löcher entgratet und die Leuchtdioden mit Hilfe der Fassungen eingesetzt.
Bau der Stufenbeleuchtung
Dann ging’s auch schon ans Verlöten. Ich habe immer ein 3er Paar und ein 2er Paar in Reihe geschaltet. Der ideale Widerstandswert für das 3er Paar ist 90Ω und beim 2er Paar 260Ω (bei 12V). Nach einem kurzen Funktionstest habe ich die beiden Leisten an die beiden Kabelenden am Podest angelötet und die Leisten fest verschraubt. Aufgrund der Bautiefe der Leuchtdioden stehen die Stufenkanten nun um circa 5 mm ab, es scheint jedoch stabil genug zu sein.

Und so sieht das Endergebnis aus. Die Leuchtdioden sind viel heller als es auf dem Bild erscheint, sodass ich sie mit einem zusätzlichen Widerstand wohl noch dimmen werde. Das Licht hat mich leider enttäuscht. Ich bin von einem warmen Farbton ausgegangen. Mit Warmweiß hat das allerdings wenig zu tun. Das sieht mehr nach Tageslicht mit Grünstich aus (die Farbe auf dem Bild entspricht nicht ganz dem Original).

Testlauf der Stufenbeleuchtung

Treppenstufenbeleuchtung ein wenig abgeändert – 02.08.2007 21:06

Das mit dem Dimmen war so eine Sache. Wenn ich einen Widerstand vorgeschaltet habe, so leuchtete das 2er Paar auffallend heller als das 3er Paar. Vielleicht hat der Widerstandsrechner einen Fehler gemacht oder es ist technisch einfach nicht anders möglich.

Also habe ich die Lötung etwas geändert und einfach alle 5 Leuchtdioden in Reihe geschaltet, sodass sie unterversorgt werden und automatisch dunkler leuchten. Nun haben sie auch automatisch die richtige Helligkeit und alle Leuchtdioden leuchten gleich hell. Die LEDs habe ich an dem Netzteil, an dem auch schon der Lüfter der Hushbox angeschlossen ist, mit angeschlossen, weil ein anderes Netzteil ein seltsames, kurzes, helles Aufleuchten der LEDs verursachte.

Sonstige Elektronik – 02.08.2007 22:55

Funk-DimmerAußerdem habe ich gestern noch meinen Funkdimmer auf etwas abenteuerliche Weise eingebaut. Es handelt sich um einen Steckdosendimmer von Conrad, mit dem ich früher eine Lichterkette gedimmt habe. Nun soll aber eine Deckenleuchte gedimmt werden.

Also haben mein Vater und ich den Lichtschalter abgeklemmt, mit einem Phasenprüfer das Kabel, das den Strom zur Lampe weiterleitet, rausgesucht, dieses Kabel verlängert (natürlich mit Erdung) und an einen Schuko-Stecker angeschlossen. Nun wird die Lampe über den Dimmer und nicht über den Lichtschalter mit Strom gespeist. Das interessante hierbei: Die Lampe leuchtet nur bei einer Steckerposition.

Ein bisschen zum Funkdimmer:

Auf meiner Fernbedienung habe ich 4 Schalterpaare mit jeweils einem An- und einem Ausschalter. Darüber hinaus ist die Zeit des Auf- und Abdimmens frei einstellbar. Bei der Abdimmzeit habe ich z.B. eine längere Zeit gewählt, damit man keine Angst haben muss, gleich im dunkeln zu stehen. Die Aufdimmzeit ist dagegen wesentlich kürzer.

Elektrik im Hifi-SchrankHier seht ihr den zum Hifi-Schrank umfunktionierten Küchenschrank. Ober steht der Eltax AVR-280, den ich als Einsteigermodell wärmstens empfehlen kann, und den Infrarotempfänger für meine Microsoft-Fernbedienung.

Im Schrank seht Ihr im oberem Fach das graue Kabel des USB-Repeaters. 2 dieser 5m langen Repeater-Kabel leiten das USB-Signal von meinem PC in meinem Zimmer, das eine Etage höher liegt, durch 2 Fenster in den Keller. An diesem Kabel ist ein 4-fach Hub und an diesem Hub schließlich der IR-Empfänger angeschlossen. Falls ich mal eine Maus oder Tastatur benötige, kann diese hier auch angeschlossen werden.

Im unterem Teil befindet sich die Stromversorgung. Ich gehe von links, hinten nach rechts, vorne durch: Hushbox-Lüfter, Beamer, Receiver, Subwoofer und Netzeil des USB-Hubs. Dazu kommt später noch das Netzteil für die Leinwandmaskierung und ein weiteres Netzteil für ein externes DVD-Laufwerk.

Außer dem USB-Kabel sorgt auch noch ein billiges Chinch-Kabel für die Verbindung zwischen der Anlage und dem PC. Und zwar dient es für den satten Sound. Hierfür habe ich ein 5 Meter Stereo-Chinchkabel aufgetrennt, sodass ich insgesamt eine Länge von 10 Metern erhielt. Nun wird der Ton verlustfrei mittels SPDIF in Dolby Digital 5.1 vom PC an den Receiver übertragen.

Jetzt fehlt nur noch die Bildübertragung:

Der Versuch, eine Fensterdurchführung mit einem Flachbandkabel selbst zu löten schlug leider auf Grund der fehlenden Schirmung fehl, weil sich die einzelnen Videosignale viel zu leicht vermischen. Daher war das Bild etwas schlierig.

Fensterdurchführung für SVGA-KabelAlso habe ich mich dazu entschieden, eine 10 Meter lange S-VGA-Verlängerung zu kaufen, die ich an meinem bisherigen 5 Meter Kabel anschließe. Heute kam das 9 mm dicke Kabel, das ich durch das Fenster legen will (!). Daher mussten zuerst mit einem Seitenschneider vorsichtig die Isolierung, das Metallgeflecht und die Folie entfernt werden. Danach habe ich die einzelnen Adern flachgedrückt und mit Tesafilm in dieser Position gehalten. Anschließend habe ich das Kabel durch das Fenster gelegt und das Fenster vorsichtig geschlossen. Am Beamer kommt ein Bild an, also wurde wahrscheinlich keine Ader beschädigt.

Das sind die zugeschnittenen Lautsprecherkabel mit einem Adernquerschnitt von 1,5 mm³. Die 3 Kabel für die vorderen Lautsprecher sind 7 und die Kabel für die Sourround-Lautsprecher 10 Meter lang.

Abgelängte Lautsprecherkabel

Hier seht Ihr die Rückseite des Heimkinos mit den 1,5 mm² Lautsprecherkabeln und der Unterkonstruktion für die Befestigung der Steinwolle.

Lautsprecherkabel verlegt und Unterkonstruktion für Steinwolle angebracht

Auf einem alten Quadral-Lautsprecher, von dem der 2. aufgrund kaputter Basssicken leider weggeworfen wurde, habe ich einen neuen Lautsprecherbespannstoff aufgezogen. Nun dient er als Center-Lautsprecher, was den Stimmen, die ja meistens aus den Center-Lautsprecher kommen, sicherlich zu gute kommt.

Center-Lautsprecher unter der Leinwand (Interfunk Quadral)

Vom ersten Probelauf war ich begeistert. Zwar ist der Subwoofer nicht besonders gut und die Pegel der Lautsprecher waren noch nicht richtig eingestellt. Trotzdem entstand schon ein gewisses Kino-Feeling. Der zu lange Nachhall war aber deutlich.

Lautsprecherpegel eingestellt – 04.08.2007 18:22

Soundlevel-MeterWeil heute Abend sozusagen die Premiere des Heimkinos ist, habe ich heute die Lautsprecherpegel mit Hilfe eines Rosa Rauschens, das vom Receiver generiert wurde, eingestellt. Zum genauem Einstellen diente mir dabei ein Schallpegelmessgerät, das ich auf einem Stativ montiert habe.

Beim Messen kam heraus, dass ich den Center- und die beiden Surround-Lautsprecher um eine Stufe lauter stellen musste. Schließlich benötigt der große Center-Lautsprecher etwas mehr Leistung als die kleinen Satelliten-Lautsprecher. Die beiden Surround-Lautsprecher müssen auch etwas lauter gestellt werden, weil ich den hinteren Teil des Raumes bereits mit Steinwolle ausgekleidet habe (darüber mehr auf der nächsten Seite).

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