Heimkino – Planung / Hushbox (Teil 1)

In diesem und den folgenden Artikeln möchte ich über den Bau meines Heimkinos berichten. Die Artikelserie soll nicht nur mein Heimkino präsentieren, sondern auch Tipps und Hilfen zum Nachbau bieten. Hierbei sei angemerkt, dass es sich eher um ein Low-Budget-Heimkino handelt. Das heißt jedoch keinesfalls, dass es hier wenig wissenswertes zum Thema Heimkino zu Lesen gibt … ganz im Gegenteil! Also viel Spaß beim Lesen 🙂

Planung des Heimkinos – 03.07.2007

Es war schon immer ein Kindheitstraum von mir ein eigenes „Kino“ zu Hause zu haben. Nun werde ich diesen Traum in Form eines Heimkinos verwirklichen. Dadurch, dass wir umgezogen sind, steht mir nun ein kompletter Raum für dieses Vorhaben zur Verfügung.

Ich möchte im Keller nicht einfach eine Rolloleinwand an die Decke schrauben, den Beamer an die Decke anbringen und ein paar Sitze in den Raum stellen. Nein, es soll schon gemütlich werden. Außerdem werde ich die Nachhallzeit mittels Steinwolle reduzieren.

Folgende Punkte will ich verwirklichen:

  • Leiser Beamer durch so genannte Hushbox
  • Selbstgebaute Rahmenleinwand mit Elektrischer Maskierung
  • Akustische Maßnahmen durch Steinwolle / Glaswolle in Plastikfolie
  • Mit Bühnen-Molton Abgehängte Wand
  • 35 cm hohes Podest für 2. Sitzreihe

Hier eine Skizze von dem geplantem Heimkino:
Plan des Heimkinos

Was bisher geschehen ist

Bau der HushboxDamit ich in Zukunft keinen PC mehr schleppen muss, habe ich bereits zwei 5-Meter USB-Verlängerungskabel von meinem Zimmer durch die Fenster in das Heimkino gelegt, in dem ich die Isolierung und die Schirmung an den entsprechenden Stellen entfernt habe. Ein Cinchkabel über dem ich das Audio-Signal digital mittels SPDIF übertrage, habe ich ebenfalls verlegt. Das VGA-Kabel fehlt noch.

An der Hushbox werkele ich schon seit ein paar Tagen, die dazu dient, den Lüfterlärm des Beamers mittels Akustikschaumstoffs zu reduzieren.

Rechts im Bild sind die groben Einzelteile zu erkennen. Nun ahnt man schon wie es später einmal aussehen wird.

Bau der HushboxHier sieht man die 2 Stege, die den Beamer auf Position halten, damit genügend Luftraum zwischen dem Beamer und dem späteren Noppenschaum bleibt.

Außerdem sind ein paar Schrauben zu erkennen, die verhindern, dass der Beamer verrutscht. Da gibt es sicherlich noch sanftere Methoden aber ich habe es nun mal so gemacht…

Hier eine Frontansicht … WOW! Wenn der Kasten erst einmal schwarz gestrichen ist…

 

Bau der Hushbox

Hushbox fast fertig gestellt – 07.07.2007 19:30

Bau der HushboxAuf der Bodenseite habe ich mit einer Lochsäge ein Loch gebohrt und dieses anschließend mit einer Plexiglasscheibe abgedeckt, da sich an dieser Stelle später der IR-Sensor des Beamers befinden wird. Damit die Acrylscheibe keine hässlichen Ränder beim Streichen bekommt, habe ich das Loch schon zuvor gestrichen.

 

Bau der HushboxLinks seht Ihr die beiden Ansaugschächte und den einen Absaugschacht (rechts). Es wirkt alles ein wenig überdimensioniert, jedoch wird der Noppenschaum eine Menge Platzt wegnehmen. Also frei nach dem Motto: Besser zu groß als zu klein!

Heute habe ich alle Kanäle mit Noppenschaum ausgekleidet, den PC-Lüfter für die Abluft angebracht und alles montiert. Der Deckel kommt später drauf. Trotz des Noppenschaums, den ich einfach angetackert habe, fördert der Lüfter eine Menge Luft, sodass ich ihn eventuell noch etwas drosseln könnte. Morgen werde ich einen kleinen Test bezüglich der Wärmeentwicklung machen.

 

Hushbox fast fertiggestellt

Belastungstest der HushboxDie ganze Konstruktion wiegt inkl. Beamer grob überschlagen 13kg. Das ist ein ganz schöner Klotz! Ich habe vor diese Konstruktion an der bisherigen Beamerhalterung an einer Gewindestange zu befestigen. Allerdings mache ich mir dabei ein bisschen Gedanken. Was ist, wenn das Teil herunterfällt? Dort drunter sitzen schließlich Leute.

Deshalb unterziehe ich der Halterung erstmal einen Dauertest (siehe Bild rechts). Diese „Konstruktion“ simuliert das Gewicht der Hushbox.

Mein Bruder kam auf die Idee zusätzlich noch durchhängende Ketten an der Decke und an der Hushbox zu befestigen. Sollte die Verankerung doch aus der Decke reißen oder gibt irgendein Bauteil der eher billigen Beamerhalterung nach, so wird das Gerät noch aufgefangen und niemand kommt zu Schaden.

Erster provisorischer Funktionstest – 08.07.2007 16:18

Testlauf der HushboxHeute habe ich die Hushbox auch in dem eigentlichen Gehäuse gedämmt und einen kurzen provisorischen Testlauf mit dem Beamer durchgeführt. Die warme Abluft wird prima abgeführt, selbst wenn ich den Lüfter mit einem regelbarem Netzteil etwas drossele. Der Lärm wurde deutlich reduziert! Nun warte ich noch auf die bestellte Glasscheibe, die vor die Beamerlinse kommt, um die Hushbox fertig stellen zu können.

In der kommenden Woche werde ich ein paar Ketten für die sichere Aufhängung besorgen und Ausschau nach einem kabelgebundenem Digital-Thermometer halten.

Hushbox fertig gestellt – 13.07.2007 18:07

Befestigung der HushboxDie Ketten sind nun besorgt, das Thermometer habe ich allerdings nicht gefunden. Es wird aber auch ohne gehen.

Nun möchte ich erst einmal erklären, wie ich vorhabe, die Hushbox samt Beamer an der bisherigen Halterung zu montieren. Rechts seht ihr diese Halterung, die folgendermaßen funktioniert:

Auf einer Gewindestange ist eine Art Kupplung montiert, in die die an der Decke fest montierte Halterung eingehakt wird. Dreht man die Kupplung, so schraubt sich die Gewindestange gegen das eingehakte Gegenstück, so dass sich nichts lösen kann. Mit einer zusätzlichen Mutter wird verhindert, dass sich die Kupplung löst.

GewindestangeDiese Gewindestange, die das Hauptteil dieser Konstruktion darstellt, werde ich demontierten und in den Deckel der Hushbox einbauen, sodass ich ohne große Umwege die Hushbox an meiner alten Beamerhalterung befestigen kann.

Außerdem habe ich das an der Decke fest montierte und in der Höhe verstellbare Gegenstück der Halterung mit einer Eisensäge etwas gekürzt und die beiden Einzelstangen mit einer Standbohrmaschine in der gewünschten Position komplett durchbohrt. Durch diese Bohrung habe ich eine Gewindeschraube gesteckt und diese mit einer Mutter angezogen.

Nachdem ich ständig Probleme hatte, vernünftige Löcher in die Decke zu bohren, habe ich mir einen vernünftigen Betonbohrer gekauft … der geht ab wie Schmidt’s Katze! So macht das Bohren doch wieder richtig Spaß, sodass die Haken für die Sicherungsketten schnell montiert waren.

Nun zu der Glasscheibe:

Hierbei handelt es sich um „Schott Mirogard“, ein speziell entspiegeltes Glas. Ich habe die Scheibe bei einem Ebay-Händler, der unter anderem auch Bilderrahmen verkauft, in der Größe 10×10 cm für 2,20€ zzgl. Versand gekauft. Es ist erstaunlich wie wenig Reflektionen die Scheibe aufweist.

Mit etwas Silikon habe ich die Glasscheibe schließlich eingeklebt. Anschließend habe ich das Hushbox-Gehäuse mit schwarzer Holzfarbe in 2x gestrichen („Tür- und Fensterlasur – Ebenholz“). Nachdem ich die Funktion der Videokabel, die durch den Deckel geleitet wurden, überprüft habe, habe ich den Deckel fest verschraubt.

Die fertige Hushbox

Nun hängt das Monstrum an der Decke und wurde mit den angesprochenen Ketten gesichert. Mit vier Kabelbindern habe ich verhindert, dass die Kettenglieder aus den Haken rutschen.

Die fertigmontierte Hushbox

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